Hong Kong Watch & Clock Fair 2008: Uhrentrends von traditionell chinesisch bis sportlich robust
Mit einem großen Aufgebot internationaler Marken startete Anfang September die HKTDC Hong Kong Watch & Clock Fair 2008. Die weltweit größte Uhrenmesse lud zum 27. Mal in das Hong Kong Convention and Exhibition Centre (HKCEC), wo vom 3. bis 7. September 762 Aussteller ihre aktuellen Kollektionen und technischen Innovationen präsentierten. Mehr als 17.000 Einkäufer aus aller Welt nutzten die Gelegenheit. “Die Hong Kong Watch & Clock Fair ist eine ungemein wichtige geschäftliche Plattform. Wir führen hier Produzenten, Einzelhändler und Importeure aus aller Welt zusammen und ermöglichen es ihnen, sich über Marktentwicklungen und Produkttrends auszutauschen“, so Kenneth Wong, Mitorganisator im Messeorganisations-Komitee des HKTDC.
Starke Markenpräsenz
Vor allem Markenuhren hatten einen starken Auftritt bei der Watch & Clock Fair. In der „Brand Name Gallery“ stellten 125 Marken von 105 Unternehmen ihre Produkte vor – um 21% mehr als im vergangenen Jahr. Unter den Ausstellern waren so exklusive Namen wie o.d.m. (Hong Kong), Angel Heart (Japan), Cyril Ratel (Schweiz), Jacob Jensen (Niederlande), Lafuma (Frankreich) und Lotto (Italien). Ebenfalls vertreten war die Marke UK-German Design der deutschen Uhr-Kraft Group GmbH aus Essen und Pierre Waldon von der Costro GmbH aus Stromberg in Rheinland-Pfalz.
Auch unter den 17.038 Messebesuchern waren weltbekannte Uhrenfirmen. Das HKTDC hatte 64 Einkäuferreisen organisiert, bei denen 1.736 Unternehmen aus 49 Ländern teilnahmen, darunter Clock House Co Ltd (Japan), Fossil Inc (USA), Louis Vuitton (Frankreich), Richemont (Schweiz), die Swatch Group China, Time Products Ltd (Großbritannien) und Toywatch (Italien). Begeistert von der Messeorganisation und der guten Atmosphäre der Watch & Clock Fair war Svante Nilsson von der Einzelhandelskette Klockmaster aus Schweden: „Ich bin zum ersten Mal hier und ich muss sagen, es ist die beste Messe, auf der ich je war.“ Das Markenbewusstsein in ihrem Heimatland steige, berichtet die Schwedin. „Ich denke, asiatische Marken werden immer stärker, da sie sowohl individuelles Design als auch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.“
Am 6. September fand die Asian Watch Conference statt, bei der in diesem Jahr Scott Wilson zum Thema „Authenticity through Design“ sprach. Wilson berichtete über seine Erfahrungen bei der Gestaltung von Markenprodukten für Unternehmen wie Nike und Motorola und seit einiger Zeit für sein eigenes Designstudio Minimal. Anhand von exemplarischen Erfolgsgeschichten schilderte er, wie man eine dauerhafte Kundenbindung erreicht. Laut Wilson hinge der Erfolg einer Marke ab von „der intimen Beziehung zwischen Produkt und Konsument.“
Alle Fachbesucher, die sich für neue und ausgefallene Kreationen interessieren, hatten die Möglichkeit, Modelle von talentierten Nachwuchsdesignern kennen zu lernen. Während der Messe präsentierten sie ihre bei der Hong Kong Watch and Clock Design Competition 2008 preisgekrönten Uhren.
Koo Wai Shan, der bereits acht Jahre Berufserfahrung hat, gewann in der „Open Group“. Sein Entwurf "The Art of Face-Changing" integriert traditionelle chinesische Masken der Sichuan-Oper in das Zifferblatt. "Ich bin glücklich, diesen Wettbewerb gewonnen zu haben”, so Koo. “Hier haben Hongkonger Designer die Möglichkeit zu zeigen, was in ihnen steckt.” In der Studentengruppe überzeugte Chan Ka Yi, Hong Kong Design Institute. Ihr Modell ist von der traditionellen chinesischen Kunst des Papierschnitts inspiriert. Das fragil wirkende, transparente Zifferblatt zeigt die Bewegungen des Uhrwerks.
Erfolgreiches Jahr für die Uhrenidustrie
Für Hongkongs Uhrenindustrie ist 2008 bisher ein besonders gutes Jahr. So war nicht nur der Messeauftritt von 126 Hongkonger Herstellern auf der wichtigen Branchenmesse Baselworld im April ein voller Erfolg, sondern auch die weltweiten Exporte von Uhren aus der Sonderverwaltungsregion nehmen beständig zu. Von Januar bis Juli 2008 erreichten die Ausfuhren im Wert von fast 4 Milliarden USD ein sattes Plus von 16,8% gegenüber dem Vorjahr. Nach Deutschland gingen Zeitmesser für 192 Millionen USD (+15%). Wie bereits 2007 steigen auch die Importzahlen kräftig an. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres führte Hongkong Uhren für 3,5 Milliarden USD ein (+25,2%), überwiegend aus der Schweiz und aus China.
Die nächste Hong Kong Watch & Clock Fair findet vom 02. bis 06. September 2009 statt.
Weitere Informationen: http://hkwatchfair.hktdc.com


