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Eine besondere Uhr zu Ehren des Gründers der Lange Uhren GmbHA. Lange & Söhne ehrt Walter Lange zum SIHH 2018

Die traurige Nachricht vom Tod Walter Langes am Morgen des zweiten Messetags der SIHH 2017 schockierte die Uhrenwelt. Schnell hatte sie sich herumgesprochen, und zahlreiche Messebesucher machten außerplanmäßig Halt am Lange-Stand, um dem verstorbenen Uhrenpionier ihren Respekt zu zollen.

Auf die Frage, wie er Walter Lange zu würdigen gedenke, hat Lange-CEO Wilhelm Schmid damals geantwortet: „Die beste Art, Walter Lange zu ehren, besteht darin, das von ihm gegründete Unternehmen in seinem Sinne fortzuführen und weiterzuentwickeln." Mit der 1815 „Homage to Walter Lange" beweist A. Lange & Söhne nun, dass auch eine Uhr in der Lage ist, die Intention und Persönlichkeit eines Gründers zu reflektieren.

Die 1815 „Homage to Walter Lange" mit schwarzem Emaille-Zifferblatt im Stahlgehäuse wird nur ein einziges Mal gefertigt. Damit ist sie so einzigartig wie es der Mann war, dessen Namen sie trägt. Das klassische und ganz auf das Wesentliche reduzierte Zifferblattdesign wird ergänzt durch eine technische Besonderheit, die sich erst auf den zweiten Blick erschließt: die springende Sekunde. Mit dieser Kombination dürfte das besondere Einzelstück Walter Langes Vorstellungen von einer perfekten Uhr voll und ganz entsprechen.

Die springende Sekunde gehörte zu seinen bevorzugten Komplikationen, weil sie die reine Lehre der Präzisionsuhrmacherei verkörpert und zugleich ein Stück Familiengeschichte ist. Denn sie zerlegt die Sekunde nicht entsprechend der Unruhfrequenz in mehrere Einzelschritte, sondern zeigt sie bestimmungsgemäß als Einheit an. Mittels eines Drückers bei zwei Uhr lässt sich der große Sekundenzeiger starten und stoppen. Die Idee geht auf eine Erfindung Ferdinand Adolph Langes aus dem Jahr 1867 zurück, die 1877 in einer von seinem Sohn Richard weiterentwickelten Form als eines der ersten Patente in Deutschland registriert wurde. Ausgeführt wurde Langes „Secundenwerk mit springendem Zeiger" erstmals als Meisterstück von seinem zweiten Sohn Emil, Walter Langes Großvater. Insgesamt wurden etwas mehr als 300 Taschenuhren mit dieser Funktion hergestellt. Sie waren – genau wie die 1815 „Homage to Walter Lange" - zusätzlich mit einer kleinen Sekunde ausgestattet. Zu den Käufern gehörten unter anderem die Sternwarte Leipzig, Großherzog Adolph von Luxemburg, Ernst Abbe, der Inhaber der Firma Carl Zeiss in Jena, sowie der exzentrische englische Uhrmacher Sir John Bennett.

In Reverenz an einen ganz besonderen Menschen, dem die Handwerkskunst Zeit seines Lebens am Herzen lag, ist das Einzelstück mit einem schwarzen Emaille-Zifferblatt ausgestattet, das mit der traditionellen Eisenbahn-Minuterie und den polierten Zeigern vom Design historischer Taschenuhren inspiriert ist. Das neu entwickelte Uhrwerk trägt die besondere Kalibernummer L1924. Sie bezieht sich auf das Geburtsjahr von Walter Lange. Darüber hinaus benennen die ersten drei Zahlen der Referenznummer 297.078 sein Geburtsdatum, den 29. Juli.

Das 40,5 Millimeter große Gehäuse der 1815 „Homage to Walter Lange" besteht aus Edelstahl, ein Material, das bei A. Lange & Söhne bisher nur wenigen exklusiven Sonderanfertigungen vorbehalten blieb. Neben dem Unikat wird es limitierte Editionen in Gelb-, Weiß- und Rotgold geben. Die Stahlversion soll 2018 für einen wohltätigen Zweck versteigert werden. Auch das hätte Walter Lange, dem stets das Gemeinwohl am Herzen lag, gefallen.