Maß aller Zeitdinge

Hüterin der Zeit: Die RICHARD LANGE Referenzuhr

Hüterin der Zeit: Die RICHARD LANGE Referenzuhr
Echte Uhrmachertradition

Genau wie ihr berühmter Namensgeber hat sich die RICHARD-LANGE-Uhrenfamilie ganz der wissenschaftlichen Seite der Uhrmacherei im Dienste größtmöglicher Präzision verschrieben. Dem liegt ein Selbstverständnis zugrunde, das in der Genauigkeit einer Uhr die Leistungsfähigkeit des Meisters erkennt. Es hat bei A. Lange & Söhne eine Geschichte, die weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht. Mit einem nullsetzbaren kleinen Sekundenzeiger setzt die RICHARD LANGE „Referenzuhr“ diese Tradition fort.

Bei Betätigung eines Drückers oberhalb der Krone springt ihr Sekundenzeiger auf Null und verharrt in dieser Position, solange der Drücker gehalten wird. Eine vertikale Scheibenkupplung sorgt unterdessen dafür, dass die Zeitmessung nicht unterbrochen wird und das Uhrwerk weitergeht. Sobald der Drücker losgelassen wird, läuft der Sekundenzeiger augenblicklich wieder an.

Diese ZERO-RESTART-Funktion ist für Kurzzeitmessungen bis zu einer Dauer von einer Minute von großem Wert. Oder bei der Synchronisation räumlich getrennter Uhren: Durch Betätigung des Drückers wird der Sekundenzeiger mit dem einer Referenzuhr bei dessen Durchlauf über die Stellung „Sechzig“ beziehungsweise „Null“ synchronisiert. Damit wird der momentane Gang der Referenzuhr gespeichert und lässt sich dann auf den der anderen Uhr übertragen. Die RICHARD LANGE „Referenzuhr“ ist eine Verbeugung vor einer Hochburg der Zeitmesskunst, die im Dresden des 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle spielte: der Zeitdienst des Mathematisch- Physikalischen Salons.

Hüterin der Zeit

Als „Hüterin der Zeit“ war diese wissenschaftliche Institution dafür zuständig, die präzise Ortszeit zu bestimmen und sie der Dresdner Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Sie war damit gewissermaßen eine Vorläuferin heutiger Atomuhren und Zeitzeichensender. Doch damals musste die Zeit zunächst auf der Grundlage astronomischer Beobachtungen berechnet werden. Das so ermittelte Ergebnis wurde sodann auf eine Präzisionspendeluhr im Salon übertragen. Nach dieser Referenzzeit schließlich wurden mithilfe besonders genauer Taschenchronometer die Uhren auf öffentlichen Plätzen, in Behörden und anderen Einrichtungen gestellt, die auf die präzise Zeit angewiesen waren. Zu den Abonnenten des Zeitdienstes gehörten Astronomen und Uhrmacher ebenso wie das sich in dieser Zeit entwickelnde Eisenbahnwesen.

Zeitmesser im Dienste der Wissenschaft

Die Gestaltung des Zifferblatts der RICHARD LANGE „Referenzuhr“ mit seiner exzentrischen kleinen Sekunde verweist auf ein historisches Vorbild aus dem Jahr 1811: ein Taschenchronometer, das nachweislich zur Synchronisation im Zeitdienst eingesetzt wurde. Es stammt von Johann Heinrich Seyffert, der wie kein anderer Uhrmacher die Präzisionsuhrmacherei in Dresden vorangetrieben hat. Sein prominentester Kunde war der berühmte Naturforscher Alexander von Humboldt, der für seine große Südamerika-Expedition ein Chronometer von ihm erwarb.

Mit sechs Halbschwingungen pro Sekunde, einer großen Exzenter-Unruh und der im eigenen Haus entwickelten und gefertigten Unruhspirale bietet die RICHARD LANGE „Referenzuhr“ die Präzision, die man von einem Zeitmesser im Dienste der Wissenschaft erwarten darf. Ein Blick durch den Saphirglasboden bietet eine wahre Augenweide für den Liebhaber technischer Finessen: Der ZERO-RESTART-Hebelmechanismus ist ebenso wie das Räderwerk des Aufzugs sichtbar auf der Dreiviertelplatine angeordnet. Die strenge Limitierung von 50 Exemplaren in Platin und 75 Exemplaren in Rotgold unterstreicht die Exklusivität dieses außergewöhnlichen Sammlerobjekts.

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