Winterzeit beginnt am Sonntag
Sommerzeit endet: Uhren werden umgestellt
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2009 endet in Deutschland die Sommerzeit. Um drei Uhr werden die Uhren um eine Stunde auf zwei Uhr auf die mitteleuropäische Zeit zurückgestellt. Damit dauert der Sonntag eine Stunde länger, wie das Bundesamt für Metrologie (METAS) mitteilt. Die doppelt vorhandene Stunde von 02.00 Uhr bis 03.00 Uhr wird amtlich als 2A und 2B bezeichnet. Im kommenden Jahr gilt die Sommerzeit dann wieder ab dem 28. März 2010.
Bessere Nutzung des Tageslichts
Die Zeitumstellung wird in der Regel mit einer besseren Nutzung des Tageslichts und mehr Lebensqualität begründet, weil es, an der Uhrzeit gemessen, während der Sommerzeit abends eine Stunde länger hell ist. Bereits Benjamin Franklin formulierte 1784 in einem Brief an eine Pariser Zeitschrfit die Idee zur Zeitumstellung. Das Thema verschwand jedoch vom Tisch bis 1907 sich der Brite William Willett heftig, aber vergeblich um eine Sommerzeit bemühte. Eingeführt wurde sie erstmals 1916 in Deutschland, Österreich-Ungarn und Irland, wie einer Medienmitteilung des Uhrenmuseums Beyer zu entnehmen ist.
In der Bundesrepublik wurde die Sommerzeit 1980 eingeführt, bis 1995 endete sie Ende September, seit 1996 dauert sie wie in den anderen EU-Ländern jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Sommerzeiten - beziehungsweise Winterzeiten auf der Südhalbkugel - mit jeweils unterschiedlichen Zeiträumen gibt es in mehr als 60 Ländern der Welt. Kritiker bemängeln hohe Kosten und wenig wirtschaftlichen Nutzen. Auch mögliche gesundheitsschädliche Auswirkungen werden in jüngster Zeit diskutiert.


