Testsieger mit FragezeichenPauldirekt: Stiftung Warentest liegt voll daneben
Wenn ein Onlineshop mit einem guten Testergebnis von Stiftung Warentest aufwarten kann, ist das eigentlich eine gute Sache. Eigentlich. Denn bei pauldirekt.de, einem Shopping-Club, wurden zwar Daten wie die durchschnittliche Lieferzeit oder die Bestell- und Rückabwicklung sowie beispielsweise Kunden- und Produktinformationen sowie der Umgang mit den Nutzerdaten ermittelt und bewertet, die angebotenen Produkte kamen aber offensichtlich zu kurz.
Das Geschäftsmodell bei den angebotenen Uhren zumindest wohlbekannt. Die offerierten Uhrenmarken sprechen Bände: Carlo Monti, Cerruti, DETOMASO, … Die Rabatte ebenso: 76 Prozent, 66 Prozent, 82 Prozent … Im seriösen Uhrenhandel gibt es derartige Rabatte nicht und deshalb meist auch nicht die hier angebotenen Uhrenmarken.
Bitter, dass die Stiftung Warentest für derartige Geschäftsmodelle als Referenz dient, auch wenn Pauldirekt nur die Note 3,1 erzielt, damit aber Testsieger ist und dies bewerben kann! Die anderen getesteten Clubs wie Zalando (3,3), Brands4Friends (3,4), Buyvip (3,5) und Limango (3,5) schnitten tatsächlich alle noch schlechter ab. Eine Shoppingplattform fiel bei den Testern sogar durch: Vente-privee.
Wir meinen: Schade, dass es überhaupt einen Testsieger gab und nicht alle, die derartige Uhren mit hohen Rabatten anbieten, mit mangelhaft bewertet wurden. Schade auch, dass die Stiftung Warentest sich nicht bewusst ist, wie derartige Testsieger am Markt agieren.


