Teurer Katalogeintrag für USSIFA-Austeller
Expo Guide Mexiko kostet Aussteller viel Geld
Aussteller der USSIFA HAMBURG müssen in diesen Tagen vorsichtig sein. Sie werden gezielt angeschrieben, mit der Bitte ihren Eintrag im Ausstellerverzeichnis Expo Guide zu überprüfen. Das Anschreiben erklärt logisch, was zu tun ist: „Die Aktualisierung Ihrer bestehenden Daten im Ausstellerverzeichnis ist notwendig. Nach erfolgter Freischaltung wird Ihr kostenloser Eintrag angezeigt”.
Das beigelegte Formular erweckt keinerlei Argwohn. Gut versteckt, in einem langen, kleingedruckten Fließtext lässt sich jedoch ein tückischer Hinweis finden: Mit Unterschrift und Rücksendung des Formulars entsteht ein kostenpflichtiger Auftrag. Im Kleingedruckten des Formulars findet sich eine Klausel, wonach sich der Aussteller bei Unterzeichnung drei Jahre zur Zahlung eines jährlichen Betrages von 1.181 Euro verpflichtet.
Die Messeveranstalter der USSIFA HAMBURG warnen deshalb eindringlich, einen derartigen Auftrag zu unterschreiben und verweisen darauf, dass die gesamte Korrespondenz das Original-Logo der Messe USSIFA HAMBURG trägt. Im Zweifelsfall sollten Aussteller zunächst immer mit den Messeveranstaltern Rücksprache halten.
Eindeutige Gerichtsentscheidungen
Bereits im Jahr 2004 hat das Landgericht Chemnitz ein eindeutiges Urteil zu inoffiziellen Ausstellerverzeichnissen erlassen und eine Täuschungsabsicht im Sinne von § 263 Abs. 1 StGB (Betrug) bejaht. Die Richter stellten fest, dass bei einem derartigen „Angebot“ kein Anspruch gegen den Kunden entstanden sei, der das Antragsformular unterschrieben hatte. Das Angebot für einen Eintrag sei so abgefasst worden, dass Kunden der Eindruck vermittelt worden sei, lediglich eine kostenlose Leistung in Anspruch zu nehmen, so das Gericht.
Hilfe für betroffene Unternehmen
Hilfe bei Betrug mit Firmendaten erteilen die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg, Paulinenstraße 47, 70178 Stuttgart und der Deutsche Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität, Landgrafenstraße 24b, 61348 Bad Homburg.


