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Glashütte in Sachsen

BASELNEWS 2010BASELWORLD soll Trendwende für deutsche Uhrenindustrie einläuten

Die Krise der Uhrenindustrie ist immer noch präsent und macht selbst vor der jahrelang florierenden deutschen Uhrenbranche nicht Halt. Vor allem die alteingesessenen sächsischen Traditionsunternehmen wie A. Lange & Söhne klagen über nachlassende Umsatzzahlen. Die konjunkturelle Absatzflaute lässt sich aber auch auf die in den Markt drängende Billig-Konkurrenz aus Asien zurückführen. Denn diese produziert zu Dumpingpreisen, die den Wettbewerb verzerren. Die BASELWORLD 2010 soll nun den Umschwung bringen.

Obwohl die deutschen Luxusuhren-Hersteller trotz oder gerade wegen der Krise kaum Details über Geschäftszahlen bekannt geben, ist die Krise angekommen. In Glashütte, dem Mekka der deutschen Uhrenindustrie, belief sich die Gewerbesteuer der Stadt 2009 auf nur eine Million Euro. Noch vor dem Einsetzen der Krise vor drei Jahren konnte sich die sächsische Gemeinde über Steuereinnahmen von rund vier Millionen Euro freuen. Deutsche Uhrenhersteller produzieren im Jahr 26 Millionen Armbanduhren. Damit rangiert Deutschland weltweit auf Platz drei.

Der Vergleich zur asiatischen Konkurrenz zeigt allerdings den Unterschied. Chinesische Betriebe stellen im Jahr über eine Milliarde Uhren her. Die Schweiz kommt gerade einmal auf 26 Millionen Stück. Der mehr und mehr einbrechende Konsum belastet den Standort Deutschland. Einem Bericht der Wirtschaftswoche zufolge gab 2009 jeder deutsche Haushalt für Zeitmesser gerade einmal noch 33,94 Euro aus. Zwar setzten deutsche Uhrenhändler damit immer noch 1,34 Milliarden Euro um - 60 Millionen Euro weniger als noch ein Jahr zuvor. Ein Lichtblick sind Golduhren, den sie verkaufen sich trotzdem gut.

Laut Angaben des deutschen Bundesverbandes der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte gehen finanzkräftige Uhrenkäufer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten inzwischen dazu über, in hochwertige Sachwerte wie Uhren aus Gold zu investieren. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt auch auf den hohen Goldpreis zurückzuführen. So betrachten Käufer Schmuck oder Uhren aus dem Edelmetall nicht mehr nur primär als modisches Accessoire und Statussymbol, sondern vielmehr als Wertanlage.