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Neue Perspektiven in Zeit und KunstSIHH 2012: Métiers d’Art - Les Univers Infinis aus der Manufaktur Vacheron Constantin

Seit mehr als 250 Jahren lebt Vacheron Constantin eine Philosophie, in deren Mittelpunkt die Förderung des kulturellen Erbes steht. Die Handwerkskünste der Manufaktur schließen die Lücken zwischen den Epochen, indem sie teilweise in Vergessenheit geratene Handwerkskünste wiederbeleben.

Genauer gesagt bilden die Zeitmesser aus der Kollektion Métiers d’Art an der Schnittstelle von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine Art Kristallisationspunkt für die großen Herausforderungen, um deretwillen Kenntnisse und Fertigkeiten von einer Generation an die nächste weitergereicht werden.

Malerei, Gravur, Bildhauerei und die Dekorativen Künste im Allgemeinen sind eigene Welten, wo der Mensch, sein Talent und seine Persönlichkeit einen engen Bezug zur Zeit pflegen. Die Kollektion Vacheron Constantin Métiers d’Art ist ein Beleg für die tiefe Verbundenheit der Manufaktur mit der Kultur. Die in Kooperation mit dem Museum Barbier-Mueller entstandenen Uhren der Linie „Métiers d’Art – Les Masques“ sowie die Serien „Métiers d’Art – Chagall & l’Opéra de Paris“ und „Métiers d’Art – La Symbolique des Laques“ haben ihre eigenen kleinen Steinchen eingefügt in das große Mosaik der Zeit, gestaltet von Menschenhand.

Ein neues Beispiel für diese faszinierende Verbindung ist die Serie „Métiers d’Art – Les Univers Infinis“. Auch sie entstand aus dem Wunsch nach einer Hommage an die Kreativität und bietet der Feinen Uhrmacherei die Möglichkeit, ein ganz neues Antlitz anzunehmen: Grafisch und zeitgenössisch, das Resultat einer komplizierten Funktion von Mathematik und Ästhetik. Inspiriert von der Kunst der zyklischen Flächenfüllung – Tessellation genannt – und anderen Werken des niederländischen Künstlers Maurits Cornelis Escher, vereint die Kollektion „Métiers d’Art – Les Univers Infinis“ die Beiträge mehrerer Handwerkskünste der Manufaktur: Emaillierung, Edelsteinfassung, Gravur und Guillochierung.

Die Gestaltung der Zifferblätter bedient sich der Mittel der Geometrie, des Symbolismus und der (scheinbaren) Bewegung, um den Eindruck der Unendlichkeit zu erwecken. Besondere Sorgfalt wurde der feinen Nuancierung der Farbtöne zuteil, um harmonische Zusammenhänge zu schaffen, so dass bei der Kreuzung zweier Motive keines der beiden das andere überstrahlt. Das Ergebnis ist verblüffend: Die Technik der Tessellation wird durch die traditionellen Methoden der Uhren-Habillage neu interpretiert und erzeugt einen geradezu hypnotischen Effekt.

Das Kaliber 2460, ein mechanisches Uhrwerk mit automatischem Aufzug Die drei Uhren werden von dem Kaliber 2460 angetrieben, einem mechanischen Uhrwerk mit automatischem Aufzug, gestempelt mit der prestigeträchtigen Genfer Punze. Das komplett von Vacheron Constantin entwickelte und gefertigte Uhrwerk ist nicht nur außerordentlich zuverlässig, sondern weist aufwendige Finissierungen auf, die in feinster Genfer Uhrmachertradition von Hand ausgeführt werden. Polierte Kanten, geschliffene Stirnflächen, eine nach allen Regeln der Kunst perlierte Platine, Genfer Streifen auf Brücken und Kloben sowie eine mit dem traditionellen Korbmuster guillochierte Aufzugschwungmasse – der Blick durch den Saphirglasboden ist eine Augenweide.

Uhr mit Tauben: Gravuren, Grubenemaille, Guillochierungen und Edelsteinbesatz

Das von einer Zeichnung von M. C. Escher inspirierte Zifferblatt der Uhr mit Tauben inszeniert den Vogelschwarm mit den Mitteln der edelsten Handwerkskünste der Haute Horlogerie: Die einzelnen Komponenten der Tessellation sind durch den Einsatz von Gravuren, Emaillierungen („Grand Feu“), gefassten Edelsteinen und Guillochierungen so unterschiedlich in ihrer Machart wie in ihrer Form und bilden zusammen ein wundervolles Dekor voller Bewegung und Leben.

Das aus Weißgold gefertigte Uhrgehäuse bildet einen dezenten Rahmen für das Kunstwerk und lässt ihm mit einer schmalen Lünette großzügig Platz zur Entfaltung. Die filigran skelettierten Zeiger verbergen nur wenig von dem Meisterstück der vier Handwerkskünstler der Manufaktur.   Der Graveur beginnt seine Arbeit damit, dass er die Umrisse der Tauben auf ein Zifferblatt aus Gelbgold zeichnet und danach mit dem Stichel Vertiefungen in die eingeschlossenen Flächen des Motivs gräbt, die später vom Emailleur gefüllt werden. Die delikate Arbeit erfordert höchste Konzentration, da einmal entferntes Material nicht wieder hinzugefügt werden kann und jede noch so kleine Unregelmäßigkeit die Harmonie und Symmetrie der Tessellation stört.

Der Emailleur nutzt die unbegrenzte Farbpalette, die ihm die zahlreichen Oxide bieten, die in verschiedenen Mischungsverhältnissen dem Emaillepulver beigemischt werden. Es bedarf eines wahren Künstlers, um eine perfekte Harmonie der Farbnuancen vorherzusehen, die erst in der Glut des Feuers ihr wahres Wesen offenbaren, und mit einer Schicht transparenten Emails den satten violetten Glanz zu konservieren. Die weißen Tauben sind aus opaleszentem, d.h. leicht durchscheinendem Email, was ihnen Körpern eine faszinierende Tiefe verleiht.

Wenn das Email erkaltet ist, kommt der Steinfasser ins Spiel, der eine der Tauben im Zifferblatt besonders hervorhebt. Die nach ihrer Reinheit und Leuchtkraft ausgewählten Diamanten verleihen dem fliegenden Vogel eine besondere Lebendigkeit, die das Auge des Betrachters anlockt.

Der Guillocheur erzeugt mit seiner Arbeit den Eindruck räumlicher Tiefe auf dem Zifferblatt. Es kommt sehr selten vor, dass er den Stichel an einem bereits fertig emaillierten Stück ansetzt, denn seine Arbeit ist äußerst delikat und schwierig. Entsprechend vorsichtig geht der Meister am Zifferblatt zu Werke, um den übrigen Tauben Leben einzuhauchen.

Uhr mit Fischen: Guillochierungen und Cloisonné-Email

Subtile Nuancen von Blau- und Grautönen in einem meisterhaft arrangierten Camaieu bilden ein erst auf den zweiten Blick regelmäßiges Muster aus miteinander verschlungenen Fischen. Im Zusammenwirken von Guillochierung und Cloisonné-Email greift die Uhr mit Fischen aus der Serie „Métiers d’Art – Les Univers Infinis“ ein berühmtes Motiv von M. C. Escher auf.

Die Aufteilung des Zifferblatts beginnt mit der sorgfältig positionierten Gravur der Augen der Fische. Um diese Fixpunkte gestaltet der Guillocheur die symmetrischen, teilweise gespiegelten Motive mit einer Genauigkeit von einem Zehntelmillimeter und einem künstlerischen Gespür für die Oberflächenstrukturen, zum Beispiel der schillernden Schuppen. Doppelt parallel gestochene Linien betonen die Köpfe, Schwänze und Flossen der Fische. 

Der Emailleur legt einen dünnen Goldfaden um die Umrisse der Fische und bildet exakt begrenzte Räume („cloisons“) für einzelne Farbfelder, die sich dadurch dicht aneinander platzieren lassen, ohne dass die Farben sich vermischen. Die Felder werden mit Emailpulver gefüllt und gebrannt, wobei dieser Vorgang zur Intensivierung der Farben mehrmals wiederholt werden kann. Nach dem letzten Brand wird das Zifferblatt geschliffen, bis der Goldfaden nicht mehr über die Emailoberfläche hinausragt. Eine letzte klare Lackschicht schützt das Email-Cloisonné und verleiht ihm Glanz.

Uhr mit Muscheln: Gravuren und Grubenemail

Muscheln und Seesterne bilden einen hellen ockerfarbenen Zifferblatthintergrund, vor dem sich ein Paar filigran skelettierte Schwertzeiger drehen. Die ineinander verschlungenen Muscheln und Seesterne wirken wie ein Teppich und offenbaren je nach Lichteinfall Details ihrer Anatomie.

Das Zifferblatt dieser Uhr aus der Serie „Métiers d’Art – Les Univers Infinis“ ist mit den Techniken der Gravur und der Grubenemaillierung hergestellt und ebenfalls von einem Werk des Künstlers M. C. Escher inspiriert.

In einem ersten Arbeitsschritt ritzt der Graveur die Konturen der Muscheln in die weiche Oberfläche des Zifferblatts und gräbt mit dem Stichel Vertiefungen, so genannte Gruben, in die zu emaillierenden Flächen. Der französische Begriff „émail champlevé“ betont interessanterweise nicht die Vertiefungen, sondern die stehengebliebenen Konturen der Reliefgravur.

Der Emailleur füllt die Gruben mit seinem geheimnisvollen Pulvermischungen und lässt sie im Ofen bei Temperaturen zwischen 800 und 850 °C schmelzen. Dieser Vorgang wiederholt sich mitunter etliche Male, bis bei einem letzten Flächenschliff mit nachfolgender Hochglanzpolitur sämtliche Unregelmäßigkeiten nivelliert werden und ein Schutzlack aufgetragen werden kann. Der Graveur verziert die Seesterne abschließend mit einem filigranen Oberflächenmuster. Die Technik der Grubenemaillierung erfordert die komplexe kreative Zusammenarbeit zweier Handwerkskünstler, deren Harmonie großen Einfluss auf das Ergebnis hat. Das kleinste Missverständnis kann das ganze Kunstwerk gefährden. Die Kunst der Tessellation: Die Beherrschung des Raums

Die Kunst der Tessellation – auch Parkettierung genannt – begleitet die orientalischen Kulturen seit dem Ende der Antike. Der Begriff ist vom lateinischen Wort tessela (Kachel) abgeleitet und beschreibt tatsächlich kleine Fliesen, die, ohne Zwischenraum aneinander gelegt, mit ihrem Dekor eine ganze Fläche völlig ausfüllen. Es waren die Mauren, die diese ornamentale Technik zwischen dem 8. und dem 15. Jahrhundert zu einer Kunstform entwickelten, weil der Islam verbietet, lebende Wesen oder reale Gegenstände abzubilden. Im Lauf der Geschichte wurden solche Ornamente auf Töpferwaren, Tapeten und Teppichen sowie auf Skulpturen aus Holz oder bemaltem Glas und zahlreichen anderen Oberflächen aufgebracht.

Die Kunst der Tessellation interessiert auch Mathematiker, die in ihr eine künstlerische Ausdrucksform ihrer Wissenschaft und deren Logik sehen. Auch Archimedes zählte dazu: Der berühmte griechische Wissenschaftler studierte bereits im ersten Jahrhundert vor Christus die Gesetze der zyklischen Aufteilung von Flächen, und der Astronom Johannes Kepler stellte 1619 in seinem Werk Harmonice Mundi eine Anzahl polygoner (vieleckiger) Tessellationen vor. Einer der berühmtesten zeitgenössischen Künstler auf diesem Gebiet war Maurits Cornelis Escher. Seine Arbeit beleuchtet und illustriert abstrakte mathematische Konzepte.

M. C. Escher: Die Kunst der Geometrie

Der niederländische Künstler und Grafiker Maurits Cornelis Escher (1898-1972) verdankt sein Renommee dem subtilen Spiel mit Perspektiven und räumlicher Darstellung in der Architektur. Seine hintergründige Phantasie gepaart mit der Perfektion in der grafischen Ausführung machten ihn zum Meister der Manipulation durch visuelle Trugbilder und die Erfindung neuer räumlicher Darstellungen von Welten, die nur auf zweidimensionalen Flächen existieren.

Auf seinen Reisen nach Spanien war seine Begeisterung für die Technik der Parkettierung erwacht. Auf den maurischen Mosaikkacheln in der Alhambra von Granada und in der Moschee von Cordoba hatte er einige bemerkenswerte Beispiele gesehen. Die Mosaiken zeigen, wie man eine Fläche in gleichförmige Elemente aufteilt und zur Gänze ausfüllt, indem man sie ohne Zwischenraum aneinanderlegt. M. C. Escher beschrieb, berechnete und klassifizierte mit Akribie die verschiedenen Möglichkeiten, vieleckige Motive lückenlos aneinanderzufügen. Für diese Fleißarbeit erntete er großes Lob von Physikern und Forschern auf dem Gebiet der Kristallographie. Durch die beherrschende mathematische Komponente lässt sich sein Werk im Grenzbereich zwischen Kunst und Wissenschaft ansiedeln. Die Möglichkeit, abstrakte geometrische Formen in einem Muster durch bildliche Darstellungen zu ersetzen, wurde für den Künstler zu einer großen Leidenschaft und zu einer unerschöpflichen Quelle der Inspiration.