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BASELWORLD 2012: Breguet Classique Chronométrie 7727

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Gangreserve von 60 StundenBASELWORLD 2012: Breguet Classique Chronométrie 7727

Im zweiten Jahr in Folge präsentiert Breguet in Basel in einem eigens dafür reservierten Raum die Forschungsergebnisse der Uhrenmanufaktur zu den Grundfragen der Uhrmacherkunst. Angetrieben vom Wunsch, die Wissenschaft der Zeitmessung zu erneuern, erfand und verbesserte ihr berühmter Gründer, Abraham-Louis Breguet, mechanische Vorrichtungen, die heute noch in zahlreichen Zeitmessern verwendet werden.

So schuf er 1801 das Tourbillon, einen komplexen Mechanismus zur Kompensation der Schwerkraft, der die Präzision von Taschenuhren revolutionierte. Dieser Pioniergeist von Breguet lebt im Œuvre der Marke bis heute fort, ist es doch das Ziel der Manufaktur, immer innovativere und eigenständigere Uhrenprodukte auf den Markt zu bringen. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt das Haus Breguet unter der Leitung seines Präsidenten und Generaldirektors, Marc A. Hayek, sein Engagement in der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien und Werkstoffe fort. So konnte es im Laufe der letzten zehn Jahre mehr als 100 Patente anmelden, die sich vor allem auf die Perfektionierung der Chronometrie und die Verbesserung der akustischen Regulierung beziehen.

2010 stellte Breguet das Modell 3880 ST, Type XXII 10 Hz vor, Ergebnis seiner Forschungen über hochfrequent schwingende Regulierorgane, die zum Ziel haben, die Feinstellung und Ganggenauigkeit zu verbessern. Es handelt sich dabei um die erste in Serie gebaute Armbanduhr, die von einem Uhrwerk mit einer Frequenz von 10 Hertz angetrieben wird. Parallel dazu integrierte die Marke in Weltpremiere einen magnetischen Schlagwerkregulator in den Musikwecker Réveil Musical. Sie bewies mit dieser Entwicklung, dass sie willens war, statt die negativen Auswirkungen des Magnetismus auf mechanische Uhrwerke zu bekämpfen, dieses physikalische Phänomen zu meistern und zu nutzen, um deren Funktionsweise zu verbessern.

Die Breguet Classique Chronométrie 7727

Heute präsentiert Breguet die jüngsten Ergebnisse ihrer Bemühungen für die Verbesserung der Zeitmessung mit der Referenz 7727, der Breguet Classique Chronométrie.

Dieser Zeitmesser mit Rosagoldgehäuse vereint die neuesten Innovationen der Manufaktur und ist wie der Chronograph Type XXII mit einer Frequenz von 10 Hertz getaktet. Dies ist eine Premiere für eine Armbanduhr ohne Stoppuhrmechanismus. Das wichtigste technische Ziel dieser Meisterleistung ist es, die Gangpräzision und -stabilität der klassischen mechanischen Uhr zu optimieren. Denn durch die Steigerung der Frequenz und der mechanischen Schwingungsstärke kann man in der Tat die chronometrischen Leistungen der Unruh und Spiralfeder verbessern. Üblicherweise beträgt die regulierende Kraft, das heißt die mechanische Stärke eines Zeitmessers, bei den leistungsfähigsten Chronometern weniger als 200 Mikrowatt. Bei der Classique Chronométrie liegt sie bei 800 Mikrowatt. Eine derart hohe Frequenz für eine klassisch konstruierte Spiralfeder wurde vor allem durch die Meisterung des Werkstoffs Silizium möglich gemacht. Bauteile aus Silizium können in hochpräzise gefertigt werden und sind erst noch sehr leicht und amagnetisch, zwei entscheidende Vorteile. Bei diesem Zeitmesser bestehen nun Spiralfeder, Anker und Hemmungsrad aus Silizium. Die Spiralfeder, die speziell für dieses Modell entwickelt wurde, erlaubt es, eine optimale Genauigkeit und bisher unerreichte Beherrschung des Isochronismus zu erzielen. Eine höhere Frequenz ist bei Breguet jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Verminderung der Gangreserve: Dank der im Federhaus des Modells 7727 gespeicherten Energie und des hohen Qualitätsfaktors kann eine Gangreserve von 60 Stunden garantiert werden.

Die Forschungsarbeiten von Breguet über den Magnetismus erlaubten zudem, einen vollkommen neuen Mechanismus für die Verbesserung der Lagerung, Rotation und Stabilität der Unruhwelle zu entwickeln. Die Uhrmacher der Manufaktur Breguet stellen heute eine neue Lösung vor, die auf dem Einsatz zweier Gegenzapfen basiert, die beidseits der Unruhwellenzapfen oder -enden mit je einem besonders starken Mikromagneten ausgestattet sind (damit erzielten sie einen vergleichbaren Fortschritt wie Abraham-Louis Breguet 1790 mit der Erfindung des Pare-chute, um die Unruhwelle vor Stößen zu schützen, oder mit dem Tourbillon-Drehgestell, das den Einfluss der Erdanziehungskraft ausgleicht). Da einer der Magnete stärker ist als der andere, wird das eine Ende der Welle in dauerndem Kontakt mit einem der beiden Rubinlager gehalten, die jeweils als Kappe auf den beiden Magneten sitzen. Dabei entstehen magnetische Induktionsströme in und entlang der Welle, welche eine Kraft erzeugen, die zusammen mit dem selbststabilisierenden Drehmoment auf die Unruhwelle wirken.

Dadurch entsteht ein dynamisch stabiles System, das sich von selbst zentriert und korrigiert. Da die Anziehungskraft zwischen der Welle und dem haltbietenden Gegenzapfen stärker ist als die Schwerkraft, «hängt» die Welle unabhängig von der Position der Uhr stets an diesem Gegenzapfen beziehungsweise Rubinlager. Außerdem wirkt das System wie ein Pare-chute, da im Fall eines Stoßes, der eine Unwucht der rotierenden Welle verursacht, die korrigierende magnetische Anziehungskraft proportional zur Verschiebung zunimmt, so dass sie automatisch wieder zentriert und der maximale magnetische Fluss wiederhergestellt wird.

Und nun zum Design: Stunden- und Minutenkreis sind dezentriert, während eine kleine Sekunde bei 12 Uhr an den 200. Jahrestag des ersten von Breguet realisierten dezentrierten Zifferblatts erinnert. Bei 1 Uhr zeigt ein patentierter Zeiger aus Silizium die Zehntelsekunden an. Da Silizium leichter ist als die üblicherweise für Zeiger verwendeten Metalle, verringert es das Trägheitsmoment des Zeigers, so dass der einwandfreie Gang der schwingenden Unruh in keiner Weise gestört wird. Auch der Pare-chute als Stoßsicherung ist bei 2 Uhr sichtbar und erinnert so an Abraham-Louis Breguets Erfindung von 1790. Die Gangreserveanzeige schließlich befindet sich bei 5 Uhr. Das Zifferblatt wurde mit besonderer Sorgfalt endbearbeitet und mit verschiedenen von Hand gravierten Guillochen verziert. Das Zentrum ist mit Genfer Streifen (Côtes de Genève) geschmückt, die kleine Sekunde mit einem Hufnagelmuster (Clous de Paris), die Zehntelsekunden-Anzeige mit einer Sonnenguilloche, die Gangreserve mit einem Zackendekor, der Stundenkreis mit einem Bortenornament und der äußere Rand mit einem Gerstenkornmotiv.

Angetrieben wird dieser Zeitmesser vom Kaliber 574 DR, einem Handaufzugwerk mit einer Frequenz von 10 Hertz, einer magnetischen Breguet-Unruh mit Spiralfeder aus Silizium und einer Schweizer Ankerhemmung in gerader Linie. Dank seinem Sekundenstoppsystem kann die Zeit exakt nach einem Zeitzeichen gerichtet werden. Das bis 30 Meter wasserdichte Gehäuse aus Rotgold ist mit einem Saphirglasboden ausgestattet, der Einblick in das sorgfältig endbearbeitete Uhrwerk bietet.

Vom technischen Aspekt her erinnert das Herz dieses Zeitmessers unfehlbar an ein Werk von Abraham-Louis Breguet, aber auch von der Ästhetik her verweisen zahlreiche Dekor auf die die Uhren des Meisters: das guillochierte Zifferblatt, die feinen Kannelüren auf den Gehäuseflanken, die Breguetzeiger aus poliertem Edelstahl mit durchbrochener «Pomme»-Spitze, die angeschweißten Bandanstöße, eine individuelle Nummer sowie die geheime Signatur. Das Modell 7727 ist auch in einer Weißgoldversion mit Lederarmband lieferbar.