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Ref. IW3227

SIHH 2005Gedanken zur neuen Ingenieur Automatic von IWC, Ref. IW3227

Die neue Ingenieur von IWC ist in verschiedener Hinsicht keine neue Uhr. Sie schaut nämlich auf ein Erbe zurück, das sich über ein volles halbes Jahrhundert erstreckt. Ihre Fundamente sind unverkennbar, und sie ist eher evolutionär als revolutionär. Doch in erster Linie ist die Ingenieur eine IWC-Uhr. Nicht wegen ihres Namens oder wegen ihres Entstehungsortes, sondern weil sie für grundlegende Prinzipien von IWC steht. Ihr Name verpflichtet: Ingenieur – einfach, stark, präzis – das Werk eines Ingenieurs.

Jede Uhr ist ein Produkt ihrer Zeit, und die Ingenieur macht da keine Ausnahme. Sie erblickte in der Mitte der 1950er-Jahre das Licht der Welt und verkörperte eine Epoche des wissenschaftlichen Fortschritts. Sie erfuhr in der Mitte der 1970er-Jahre eine Wiedergeburt und stand für eine experimentierfreudige Epoche. Die neue Ingenieur ist ein Produkt der heutigen Zeit: Sie ist unverkennbar eine Uhr des 21. Jahrhunderts. Ironischerweise ist die Ingenieur eine zeitlose Uhr. Sie ist eine Uhr für alle Zeiten. Die Ingenieur ist mehr als nur ein Symbol ihrer Epoche: Sie ist vor allem ein Symbol der International Watch Company. Keine andere Uhr spiegelt die Grundsätze, Standards und die Philosophie von IWC besser wider als die Ingenieur. Ein Sammler aus Holland namens Brava brachte es auf den Punkt: „... die Ingenieur verkörpert selbst mit ihrem Namen alle Grundwerte von IWC. Sie folgt dem Grundsatz eines Ingenieurs, „zuerst kommt die Funktion, dann die Form“, ohne dass dabei die Eleganz, das Design und die praktische Anwendbarkeit vernachlässigt wird.“

In den Anfängen produzierte IWC qualitativ hochwertige, einfache Basiszeitmesser – gute, solide und praktische Uhren. Bis in die 1980er-Jahre, also während mehr als hundert Jahren, verliessen keine komplizierten Uhren die Manufaktur in Schaffhausen. Auf der Grundlage einer stabilen Taschenuhrtradition erblickte der erste Megastar unter den IWC-Armbanduhren in den 40er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Licht der Welt. Es handelte sich um eine auf die Zeitmessung beschränkte, praktische Stahluhr: die Mark XI. Sie kam 1948 auf den Markt und war eine Uhr ohne Schnickschnack, konstruiert für die Britische Luftwaffe. Sie stellte denn auch die erste Etappe in der Entwicklungsgeschichte der Ingenieur dar.

Die zweite Etappe in der Entwicklungsgeschichte der Ingenieur war geprägt von Albert Pellaton. Mitte der 1940er-Jahre wurde er von IWC als Technischer Direktor eingestellt. Albert Pellaton entstammte einer berühmten Uhrmacherfamilie, die vor allem bekannt war für ihre Arbeit an Tourbillons. Bei IWC hatte er jedoch nichts mit solch ausgeklügelten Komplikationen zu tun, denn IWC produzierte einfachere, auf die Zeitmessung beschränkte Uhrwerke. Stattdessen gelangte er durch die Entwicklung eines einzigartigen Aufzugsystems, das nun seinen Namen trägt, zu Ruhm. Der angesehene Autor zahlreicher Bücher über die Uhrmacherkunst, Donald de Carle, nannte Pellatons Aufzugmechanismus „ein einfaches, jedoch geniales System, hervorragend gebaut und wunderschön ausgearbeitet.“ Die IWC-Uhren mit dem automatischen Pellaton-Aufzug kamen 1950 auf den Markt.

Die Ingenieur selbst entstand aus der Idee, die Militäruhr Mark XI unter Verwendung des Pellaton-Aufzugsystems in eine zivile Uhr 'umzubauen'. Die Uhr sollte ein absolut genauer Zeitmesser, äusserst robust und – wie die Mark XI – antimagnetisch sein. Keine modische Uhr, sondern eine mit einer perfekten Konstruktion. Eine Uhr, die dem Grundsatz „Probus Scafusia“ – Bewährtes aus Schaffhausen – gerecht wurde.

Die Ingenieur wurde 1954/1955 in den Markt eingeführt. Damals wie heute war die Ingenieur eine antimagnetische, automatische Uhr und das Flaggschiff der International Watch Company. Ohne Makel, auf das Wesentliche beschränkt und robust. Einfach und unprätentiös, aber mit einer ausgereiften Konstruktion.

Die Ingenieur war nicht nur strapazierfähig, sondern auch langlebig. Das Werk der Ingenieur entwickelte sich weiter, und in den folgenden Jahrzehnten kamen neue Modelle auf den Markt. 1958 entwickelte sich das Uhrwerk aus den Kalibern 852 und 8521 zu den Kalibern 853 und 8531. 1967/68 machte die Ingenieur einen weiteren Schritt: Dieses Mal wurden die Kaliber 854 und 8541 verwendet. Ausserdem gab es ein paar Veränderungen am Design.

1976 entwarf Gerald Genta die Uhr komplett neu, und die Ingenieur SL – das so genannte „Jumbo-Modell“ – wurde eingeführt. Ein Sammler namens David Ter Molen erkannte, dass die neue, moderne Jumbo-Ingenieur den traditionellen Prinzipien von IWC entsprach. Er sagte: „Die Ingenieur war nach wie vor auf elegante Art kühl und maskulin. Jedoch kam sie nun in einem wirklich fortschrittlichen Design daher und brachte zum Ausdruck, was sie schon immer gewesen war – traditionelle Handwerkskunst, entwickelt für das Leben in der modernen Welt.“

Diese Tradition wurde fortgeführt, als die Ingenieur 1980 mit einem Titangehäuse auf den Markt kam. Und 1982 kam eine Ingenieur-Taschenuhr hinzu – die vielleicht erste wasserdichte Taschenuhr der Welt. 1983 folgte ein schmäleres und kleineres SL-Modell, die so genannte „schlanke“ Ingenieur. Mitte der 1980er-Jahre erschien dann eine Ingenieur mit ewigem Kalender. Verwendet wurde dasselbe revolutionäre Kalendermodul, das Kurt Klaus für die Da Vinci entwickelt hatte. 1989 kamen ein Damenmodell mit einem Chronographen sowie eine Version mit extremem Magnetfeldschutz, die 500'000 A/m standhalten konnte, auf den Markt. Und Anfang der 1990er-Jahre erschien ein Mecaquartz-Alarmchronograph, gefolgt 1993 von einem Chronometermodell.

Tatsache ist, dass die Ingenieur-Serie über die Jahrzehnte hinweg laufend innovative Neuerungen erfuhr. Die Uhrwerke, der Stil und auch die Funktionen entwickelten sich weiter. Zweifellos sind all diese Entwicklungen Produkte ihrer Zeit. Dennoch gab es immer eine Konstante, und jedes Modell folgte bestimmten Grundprinzipien. Alle waren sie technische Uhren. Sie waren strapazierfähig, unprätentiös und von höchster Qualität. Die in einem halben Jahrhundert von IWC hergestellten Ingenieur-Uhren wiesen jeweils mehr als nur eine oberflächliche Ähnlichkeit mit ihren Verwandten auf. Wenn sich das äussere Erscheinungsbild auch veränderte – zum Beispiel durch das Design von Gerald Genta in den 1970er-Jahren –, das der Uhr zugrunde liegende Prinzip blieb das gleiche. Jede Ingenieur-Uhr war unzweifelhaft ein „Ingenieur“.

Das bedeutet, dass sich die neue Ingenieur Automatic von 2005, die Ref. 3227, einer ungeheuren Herausforderung stellen musste. Einer Familientradition Ehre zu machen, ist für jeden Nachkommen eine schwierige Sache, und ganz besonders für den Thronanwärter. König zu werden ist keine leichte Sache.

Die Uhr sollte robust, sozusagen kugelsicher sein: ein hervorragendes Werk in einem hervorragenden Gehäuse – so hart wie eine Stahlkammer. Die Jumbo-Ingenieur wurde denn auch „Tresor“ genannt. Die neue Ingenieur Automatic erfüllt alle diese Anforderungen, und zwar unübertrefflich. Sie müssen die Uhr sehen und anprobieren. Das passende Wort ist solide. Sie besitzt vermutlich das robusteste Armband, das je von einer Schweizer Uhrenfirma hergestellt wurde.

Die raffinierten und anmutigen AMG-Modelle aus Titan sind das klare Ergebnis ingenieurgenauer Konstruktion. Alles passt perfekt zusammen. Das von IWC als erste Uhrenfabrik verwendete Titan ist eine Verbindung eingegangen mit der Ingenieur, die ihrerseits eine Verbindung mit AMG eingegangen ist. Das Ergebnis dieser Partnerschaft ist eine absolut starke Uhr.

Das Design der neuen Ingenieur Automatic sollte natürlich auch die IWC-Herkunft widerspiegeln. Einfach, klar, funktional. Und ihr Aussehen musste deutlich den Begriff Ingenieur zum Ausdruck bringen. Mit ihrem reinen Stil hat das neue Modell all das und noch viel mehr erreicht.

Das Design der Ingenieur Automatic in unverwechselbar „IWC“, und doch hat die Uhr ihre eigene Identität. Sie hat von ihrer Vorgängerin das Design übernommen, sieht aber dennoch frisch aus. Die Lünette, das strukturierte Zifferblatt, das wegen der gewölbten Form ein wenig an ein Fass erinnernde Gehäuse: Die Details spiegeln die Ingenieur Ref. 1832 aus den 1970er-Jahren wider. Und doch ist sie einzigartig. Obwohl klassisch und ihren Vorgängerinnen treu geblieben, handelt es sich hier um eine Uhr des neuen Jahrhunderts. Sie sieht kühn und gleichzeitig bescheiden aus. Es ist nicht leicht, gleichzeitig neu und klassisch zu sein, und auch nicht, einfach und einzigartig. Doch genau so ist ihr Design.

Guy Bove, ein Mitarbeiter des Creative Center von IWC, das für das Design der neuen Ingenieur verantwortlich zeichnet, sagt zum Stil der neuen Uhr: „Unser primäres Anliegen war es, den Engineering-Look des 1970er-Modells beizubehalten und auf den ursprünglichen Designelementen aufzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, verpassten wir dem Zifferblatt eine neue, Ingenieur-spezifische Struktur und verwendeten eine Gehäuseform, die derjenigen der alten Uhr zwar gleicht, aber maskuliner, wertvoller und moderner wirkt. Wir verwendeten genauere dynamisch und solide wirkende Metallzeiger und ein gut lesbares Zifferblattdesign mit mehr Ziffern, die von IWC eigens für die Ingenieur entworfen wurden. Kurz, all das, was wir am ursprünglichen Modell mochten, entwarfen wir neu, um aus der Ingenieur eine Uhr von heute und von morgen zu machen.“ Das Wichtigste an einer Uhr ist jedoch weder ihr Stil noch das Design von Gehäuse und Armband; das Wichtigste ist ihr Werk – das Herzstück einer jeder Uhr. Der innere Mechanismus definiert eine Uhr und entzieht sich dem Blick des Betrachters. Bei dieser Uhr muss das so sein, denn eine Ingenieur Automatic braucht einen starken Magnetfeldschutz.

Es ist zwar eine wichtige Tatsache, dass das Werk neu, intern entwickelt und mit dem speziellen IWC-Pellaton-Aufzug versehen ist, doch ist es kein Geheimnis, dass die Uhr vom neuen Kaliber 80110 angetrieben wird. Das Spezielle daran ist, dass die Uhr das strapazierfähigste und präziseste Uhrwerk in sich trägt, das je von IWC produziert wurde. Die technische Konstruktion bringt das Ingenieur-Konzept auf perfekte Weise zum Ausdruck. Das Kaliber 80110 besitzt keinerlei technische Besonderheiten. Es hat eine normale Grösse von 30,4 mm, und ist mit seinen 7,2 mm nicht besonders schmal. Auch die 28 Steine sind heutzutage nichts Ungewöhnliches. Das Kaliber besitzt eine gute, aber wiederum nicht ungewöhnliche 44-Stunden-Gangreserve und arbeitet mit einer typischen Hochfrequenz von 28’800 A/h. Es gibt also kein einziges Konstruktionsdetail, das man als revolutionär bezeichnen könnte. Und dennoch ist dieses Werk etwas Besonderes: Es ist nahezu unverletzlich wie kein anderes herkömmliches Schweizer Automatikuhrwerk mit Ankerhemmung.

Erinnern wir uns daran, dass die ursprüngliche Ingenieur im Wesentlichen ein wissenschaftliches Uhrmacherprodukt war. Sie war eine im technischen Zeitalter entstandene technische Uhr. Sie war eine Ingenieur-Uhr, hergestellt von Ingenieuren, Uhrenmachern und Handwerkern. In gleicher Weise ist auch das Kaliber 80110 ein wissenschaftliches Produkt und ein Produkt seiner Zeit – der Zeit der Computeranalyse. Kilian Eisenegger, technischer Direktor von IWC, überwachte die Konstruktion und unterzog sie umfangreichen wissenschaftlichen Tests, vor allem in Bezug auf eine optimale Zuverlässigkeit und Stosssicherheit. Ist ein Werk auf Grund seiner Konstruktion weniger anfällig auf Schlageinwirkungen, erleidet es weniger Rhythmusstörungen und ist beständiger und präziser.

Kein anderes IWC-Werk wurde so oft neu konstruiert und so vielen Tests und Analysen unterzogen wie dieses. Die einzigartige Schockabsorberkonstruktion des ursprünglichen Pellaton-Aufzugs wurde wissenschaftlich verbessert, um zu erreichen, dass der Rotor Stösse ausbalanciert und ableitet. Der Rotor, der eigentlich Schwungmasse heisst, verfügt über ein speziell konstruiertes Anhängsel. Ausserdem sind synthetische Stossdämpfer vorhanden, welche die Stösse auffangen. Das neue Werk wurde wie kein anderes getestet. Über 100 Stück wurden in Tests verschlissen, bei denen sie Stössen und extremen Temperaturen ausgesetzt wurden. Dieses Uhrwerk ist also ein wissenschaftliches Produkt, entwickelt für eine ultimative Langlebigkeit. Wie die Uhr ist auch das Kaliber 80110 klar und direkt. Sein Zweck ist es, gut zu funktionieren. Auch hier gilt der Grundsatz: klar, stark und ausgereift. Genau das ist die Ingenieur in der realen Welt.

Gehäuse, Konstruktion und Werk stehen in perfekter Harmonie zueinander. Die Uhr ist einfach und stark. Sie ist ein Produkt ihrer Zeit. Sie ist die berechtigte Erbin ihrer Vorgängerinnen. Eine zeitlose, ausgereifte Uhr – das Werk von Ingenieuren eben.

Die neue Ingenieur Automatic erfüllt die Erwartungen ihrer Ahnen. Sie hat das Zeug, schon bald ein Klassiker zu werden, der von heutigen Uhrenliebhabern begehrt und verehrt wird.