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Echte Helden

Statements von B.Aldrin, T. Stafford, C. Duke, G. Cernan und H. SchmittOMEGA Moonwatch Teil 3: Die Astronauten

Buzz Aldrin, Eugene Cernan, Charles Duke und Harrison Schmitt gingen auf dem Mond spazieren und Thomas Stafford kreiste mit Apollo 10 um den Mond – und alle Protagonisten erzählen von ihren Erinnerungen an die grossartige Zeit der Weltraumforschung und die wichtige Rolle, die sie jeweils persönlich darin spielten.

Buzz Aldrin

Colonel Edwin «Buzz» Aldrin steuerte die Mondlandefähre bei Apollo 11, der ersten Mondlandung. Er war zusammen mit dem Kommandanten der Mission Neil Armstrong, dem ersten Menschen, der den Mond betrat, der zweite Mensch, der seinen Fuss auf den Mond setzte. Colonel Aldrin machte seinen Doktor in Astronautik am Massachusetts Institute of Technology. Er stellte einen EVA-Rekord auf und bewies, dass Astronauten ausserhalb eines Raumschiffs arbeiten können.

Der Nachhall des Erreichten

Es hat lange gedauert und war mir ein Gräuel daran zu denken, dass ich für den Rest meines Lebens nur noch von der Vergangenheit erzählen würde! Es gibt immer noch Dinge, die schwierig mitzuteilen sind, wie Gefühle und Emotionen. Und es ist beileibe nicht so, dass wir keinerlei Gefühle oder Emotionen haben, wir haben sie nur unserer Aufgabe untergeordnet und uns auf das konzentriert, was als nächstes zu tun war.

Erinnerungen an den Tag des Starts

Wir zogen uns an, marschierten hinaus, stiegen in den Van und winkten den Menschen zu. Dann stiegen wir in den Aufzug. Die anderen Jungs stiegen (in die Raumkapsel) ein und ich blieb noch draussen stehen, so fünf oder zehn Minuten lang – es kam mir wie eine kleine Ewigkeit vor – dabei war ich ganz gefasst, schaute hinaus, sah die Sonne aufgehen, die Wellen heranrollen und den Frost von der Rakete abfallen. Ganz bewusst sagte ich mir «An diesen Augenblick werde ich mich immer erinnern.»

Thomas Stafford

Im Laufe seiner 27-jährigen Laufbahn als Offizier der United States Air Force, war Lieutenant General Thomas Stafford Besatzungsmitglied von vier historischen NASA-Missionen im Weltraum. Im Mai 1969 war er Kommandant von Apollo 10 und umrundete den Mond. Seinen vierten Flug in den Weltraum absolvierte General Stafford als Kommandant des Apollo-Sojus-Test-Projekts, einem gemeinsamen Weltraumflug, dessen Höhepunkt das erste historische Zusammentreffen amerikanischer Astronauten und sowjetischer Kosmonauten im All darstellte.

Als Besatzungsmitglied von Apollo 10 den Weg für Apollo 11 ebnen

Es war ein gutes Gefühl. Es handelte sich dabei um eine neue Mission - ein Unternehmen, das niemals zuvor jemand durchgeführt hatte. Als ich als Kommandant von Apollo 10 mit Gene Cernan und John Young zusammen flog, war es das erste Mal, dass ein Mensch mit einer Mondlandefähre Kurs auf den Mond nahm. Unsere Mondlandefähre war zu schwer, als dass wir damit hätten landen oder auch nur die Möglichkeit einer Landung hätten in Betracht ziehen können…

Den Mond das erste Mal in Nahaufnahme sehen

Wir wurden informiert, dass wir den Mond erst sehen würden, wenn wir ihn schliesslich erreicht hätten, da er sich im Erdschatten befand. Als wir die Erde verliessen und uns auf den Weg nach dort draussen machten, wurde die Erde immer kleiner und kleiner. Wir schauten immer wieder hinaus und dachten: «Wo ist denn der Mond?» Also funkten wir nach unten: «Leute, wir glauben euch ja, dass er irgendwo dort draussen sein muss, aber bis jetzt haben wir ihn noch nicht gesehen!» Nachdem wir so etwa 70.000 bis 90.000 Kilometer geflogen waren, sahen wir eine Zeitlang nur einen kleinen Schatten. Später, als die Sonne unterging, war dort nur etwas Schwarzes am Himmel. Wir waren ringsum von Sternen umgeben. Dann ging die Erde unter und verschwand! Wir befanden uns in vollkommener Dunkelheit. Plötzlich - wir standen auf dem Kopf und flogen rückwärts – erschien etwa eine Minute vor Zündung des Raketenmotors der Mond direkt unter uns. Es war ein unvergessliches Erlebnis.
 
Charles Duke

1969 war Charles Duke Mitglied der Ersatzmannschaft für Apollo 10 und war Verbindungssprecher (CAPCOM) für Apollo 11, die erste Mondlandemission. Im Jahr 1972 steuerte General Charles Duke die Mondlandefähre von Apollo 16. Bei dieser Mission landete er mit John Young auf der Descartes-Hochebene und führte drei EVAs durch. Duke wurde somit der zehnte Mensch, der den Mond betrat. Er kam auf insgesamt beeindruckende 255 Stunden im Weltraum einschliesslich 21 Stunden und 28 Minuten EVAs.

Die Auswahl eines Astronauten für das Apollo-Programm

Es war eine ganz besondere Ehre und ein grosses Privileg für mich - und natürlich auch eine Riesenüberraschung! Der Wettbewerb war äusserst hart. Dass ich als Astronaut für eine Apollo-Mission ausgewählt wurde, das war etwas ganz Besonderes in meinem Leben und eine grosse Ehre für mich. Aber noch grösser war die Ehre, auch als einer der 12 ausgewählt zu werden, die tatsächlich auf dem Mond landen – das war wirklich aussergewöhnlich.

Der Moment kurz vor dem Start

Du sitzt auf einer Saturn-V-Rakete, der grössten Rakete, die jemals abgehoben ist. Du konzentrierst dich voll auf die Abläufe. Du bist bereit für den Start. Du hast dafür trainiert. Du willst keine Verzögerung, keinen Abbruch. Deine Konzentration ist nur noch darauf gerichtet: «Weitermachen! Weiterzählen! Los! Ich bin bereit.»

Die Mondlandschaft

Furchteinflössende Schönheit. Buzz Aldrin beschrieb sie als überwältigende Trostlosigkeit. Ich dachte, der Mond sei die schönste Wüste, die ich je zu Gesicht bekommen habe. Grau, sehr scharfe Kontraste zwischen dem mondgrauen Horizont und der Schwärze des Alls. Unglaublich hell! Und wenn man dann hinauf in das Weltall schaute, hatte man den Eindruck, das samtene All förmlich berühren zu können.

Die Erde, wie sie vom Mond aus erscheint

Ich beschreibe die Erde immer als ein Juwel, das vor dem Hintergrund des schwarzen Alls einfach nur aufgehängt wurde. Es ist einfach atemberaubend!

Gene Cernan

Captain Eugene «Gene» Cernan war 20 Jahre Marineflieger, davon 13 Jahre bei der National Aeronautics and Space Administration (NASA). Er schrieb Geschichte mit drei historischen Weltraummissionen als Pilot von Gemini 9, als Pilot der Mondlandefähre von Apollo 10 und als Kommandant von Apollo 17. Er flog zweimal zum Mond und ist der zweite Amerikaner, der einen Weltraumspaziergang machte und der letzte, der auf der Mondoberfläche seine Fussspuren hinterliess.

Die aktuellen Ziele der NASA

Die NASA arbeitet an beidem – der Rückkehr zum Mond und der Neuentwicklung eines Teils derselben Ausrüstung für den Flug zum Mars. Nun – eigentlich weiss ich nicht so genau, wohin die Richtung unserer derzeitigen politischen Führung in den USA und in der übrigen Welt geht. Wissen Sie, gerade das Weltraumprogramm macht nur einen verschwindend geringen Teil unseres Gesamthaushalts aus. Das ist vielen nicht klar, vor allem bei den Milliarden und Billionen Dollar, mit denen man heutzutage um sich wirft. In den USA bräuchte man pro eingenommenem Steuer-Dollar nur einen Cent zu entnehmen – zumindest war es früher so! Zukünftig wird es vielleicht sogar noch weniger sein. Alles hängt letztendlich davon ab, welche Zielrichtung unsere Führung – unsere Regierung – einschlägt und wann es losgehen soll.

Die Verantwortung als Kommandant von Apollo 17

Ich habe mich darum beworben. Ich hatte die Chance, eventuell früher bei einer Mission zum Mond zu fliegen – und zwar als Pilot der Mondlandefähre wie mit Apollo 10. Ich habe ein früheres Angebot, auf dem Mond zu landen abgelehnt, weil ich als Kommandant fliegen wollte. Das war wahrscheinlich das grösste Risiko, die ich jemals im Weltraumprogramm eingegangen bin. Es gab keinerlei Gewähr, dass es klappen würde – nur entweder - oder. Aber genau das wollte ich machen, und letztlich kam es dann auch so. Warum ich das wollte? Warum riskierte ich so viel? Ich bestimme lieber selbst über mein Schicksal. Ich wollte eine Herausforderung. Ich wollte für den Erfolg – oder wenn es denn sein musste – für das Scheitern einer Mondmission verantwortlich sein. An der letzten Mission zum Mond teilnehmen zu dürfen, war mehr als eine verantwortungsvolle Aufgabe, mehr als eine schwere Last auf meinen Schultern, denn von allen Missionen die letzte zu leiten – da blieb mir nichts anderes übrig, als erfolgreich zu sein. Ein Fehlschlag? Wissen Sie, Fehlschläge waren bei Apollo 13 keine Option. Und bei Apollo 17 schon gar nicht!

Harrison Schmitt

Dr. Harrison Schmitt verfügt über einen vielfältigen beruflichen Hintergrund, da er unter anderem Geologe, Pilot, Astronaut, Geschäftsmann, Schriftsteller und Senator war. Bei Apollo 11 arbeitete er als Wissenschaftler für die Mission. Nach seiner Ausbildung zum Ersatzpilot für die Mondlandefähre von Apollo 15 flog Dr. Schmitt als Pilot der Mondlandefähre mit Apollo 17 – der letzten Apollo-Mission zum Mond. Er war der einzige Wissenschaftler und der letzte von zwölf Männern, die bisher den Mond betraten.

Die Topographie des Mondes

Obwohl ich im Freiland arbeitete – zugegebenermaßen an einem sehr ungewöhnlichen Ort auf dem Mond – war mir klar, dass ich in einem tiefen Gebirgstal stand, das noch tiefer war als der Grand Canyon des Colorado in den USA. Die Berge erhoben sich zu beiden Seiten in Höhen von über 2.000 Meter. Das Tal war ziemlich eng: an seiner breitesten Stelle mass es gerade mal sieben Kilometer. Aber es war einfach nur ein grossartiges Erlebnis, genau dort zu stehen. Strahlend hell erleuchtet von einer Sonne, so hell wie eine Wüstensonne nur scheinen kann und wie ich sie seit meiner Kindheit kannte. Das Schwierigste war, sich an diesen unglaublich schwarzen Himmel zu gewöhnen. Auf der Erde scheint die Sonne hell und der Himmel ist blau. Auf dem Mond ist der Himmel schwarz.

Wie sich das Leben nach der Apollo-Mission verändert hat

Mein Leben änderte sich vor allem deshalb, weil viele Menschen meine Abenteuer hören wollten! Ich habe mich wohl eher nicht verändert – also was meine Persönlichkeit, Glaubensbekenntnisse oder derartige Dinge angeht. Die Leute waren plötzlich daran interessiert, etwas über mein Abenteuer zu hören und es somit miterleben zu können. Das ist bis heute so geblieben. Ich könnte wahrscheinlich – wenn ich es durchhielte, an jedem Tag der Woche stundenlang mit Besuchergruppen sprechen, denn es gibt viele Menschen, die immer noch daran interessiert sind, Erzählungen über dieses Abenteuer zuzuhören.