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Sternwarte Glashütte

100 Jahre Sternwarte GlashütteChronometerprüfstelle für Uhren und Observatorium

In den Jahren 1904 bis 1910 errichtete die Urania, eine Vereinigung der Uhrmacherschüler, eine Sternwarte in Glashütte. Die Einweihung fand am 26. Juni 1910 statt. Die „Uhrengeschichte“ der Sternwarte begann dann Ende der 30er Jahre mit Otto Lange. Er war der Enkel des Gründers der sächischen Uhrenindustrie Ferdinand Adolph Lange. Zusammen mit Herbert Wempe, Inhaber der Chronometerwerke sowie der Uhrengeschäftskette Wempe gründeten Sie gemeinsam die "Arbeitsgemeinschaft Sternwarte Glashütte" mit dem Ziel, eine Forschungs- und Weiterbildungsstätte für junge Uhrmacher sowie ein Reglage-Institut aufzubauen.

Das 100-jährige Jubiläum der Sternwarte dieses Jahr ist Anlass für einen Rückblick.

Historie

27. August 1906
Grundsteinlegung am Ochsenkopf, 450 Meter über dem Meeresspiegel, oberhalb von Glashütte. Die Glashütter Uhrmacherverbindung "Urania" hatte die Dringlichkeit einer eigenen Sternwarte, eines "Horts der genauen Zeit", erkannt und den Bau initiiert.

26. Juni 1910
Einweihung der Sternwarte, deren Leitung Hugo Müller, bedeutender Regleur und "Urania"-Vorsitzender, übernimmt. Die ansässigen Uhrenmanufakturen können nun ein verbindliches Zeitsignal für die Einstellung ihrer Präzisionszeitmesser beziehen. Zudem
dient das Gebäude als Lehr-Sternwarte für die Glashütter Uhrmacherschule. Ein amtliches Prüfungs-Institut wird im Ort eingerichtet.

1939
Otto Lange, Enkel des Begründers der sächsischen Uhrenindustrie, und Herbert Wempe, Inhaber der Hamburger Wempe Chronometerwerke, gründen die Arbeitsgemeinschaft "Sternwarte Glashütte". Ihr Ziel: die Einrichtung eines Forschungs- und
Weiterbildungsinstituts für junge Uhrmacher sowie eines Reglage-Instituts. Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs verhindert diese Pläne.

1949
Der Alliierten-Kontrollrat löst die Glashütter Uhrmacherverbindung "Urania" auf. Die Sternwarte wird zu kommunalem Eigentum erklärt. In den kommenden Jahrzehnten degeneriert die renommierte sächsische Uhrmachertradition zu einer Produktion simpler Alltags-Zeitmesser.

1. Juli 1955
Heinz Sauerwald übernimmt die Leitung und Instandhaltung der reparaturbedürftigen Sternwarte und bewohnt die Sternwarte über 30 Jahre lang. Himmelsbeobachtungen und astronomische Vorträge bringen zahlreichen Besuchern die Welt der Sterne näher.

1960
Die Sternwarte wird zur Kreisschulsternwarte erklärt. Für den Astronomieunterricht stehen ein 4,5-Zoll-Fernrohr, ein Spiegelteleskop, ein Windgeschwindigkeitsmesser und ein Feuchtigkeitsmesser zur Verfügung. In der Kuppel ermöglicht ein 5,5-Zoll-Fernrohr den Blick in den Sternenhimmel.

Die Wende
Nach der deutschen Wende 1989/90 wird Glashütte durch die LANGE 1 (1994) wieder zum Synonym für uhrmacherische Spitzenleistungen. Weitere renommierte Manufakturen wie Glashütte Original und Nomos entstehen. Die Sternwarte verfällt, und ihre einstige Bedeutung für die Präzisionszeitmessung gerät in Vergessenheit.

5. August 2004
Hellmut Wempe und Roland Schwertner, Inhaber der Uhrenmanufaktur Nomos, schließen einen Kooperationsvertrag über die Konstruktion und Produktion einer der beiden geplanten Uhrenlinien von Wempe.

24. Januar 2005
Wempe erwirbt das 620 qm große Grundstück mit der Ruine der Sternwarte von der Stadt Glashütte. Das Hamburger Familienunternehmen saniert das Observatorium für rund 1,5 Mio Euro. Hier soll eine neue Betriebsstätte für Uhren sowie eine
Chronometerprüfstelle eingerichtet werden.

09. Juni 2005
Richtfest: Nach sechsmonatiger Bauzeit schlägt Kim-Eva Wempe den letzten Nagel ins Gebälk der Sternwarte. "Nun Glas zerschelle im Grund. Der Bau ist geweiht zu dieser Stund" – mit diesen Worten endet der feierliche Richtspruch durch den Glashütter
Zimmermann Hartmut Ehrlich.

15. Juli 2005
In Glashütte feiert man zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Glashütte, dem Bürgermeister Frank Reichel, Dr. Klaus-Dieter Sommer (LMET), Dr. Ulrich Warmuth (SLME), Hellmut Wempe und Kim-Eva Wempe die Kuppelsetzung. Lieferant des
Planetariums, ausgestattet mit einem C14 Schmidt Cassegrain Spiegelteleskop und einem 150 mm Carl Zeiss Refraktorteleskop, ist das Unternehmen Baader Planetarium.

29. August 2005
Die Mitarbeiter der neuen WEMPE STERNWARTE Glashütte i/SA beginnen mit der Fertigung der WEMPE ZEITMEISTER Glashütte i/SA. Zeitgleich beginnt auf der Basis des Kooperationsvertrages der Uhrenhersteller Nomos mit der Fertigung der Uhrenlinie WEMPE CHRONOMETERWERKE Glashütte i/SA. Wempe hat nun neben den Chronometerwerken in Hamburg eine zweite Betriebsstätte.

1. März 2006
Wempe eröffnet in der Altenberger Straße 16 eine weitere Uhrenwerkstatt sowie ein weiteres ausbaufähiges Labor für die Chronometerprüfung.

14. Juli 2006
Akkreditierung der ersten deutschen Chronometerprüfstelle durch den deutschen Kalibrierdienst (DKD). Der Prüfung und Zertifizierung von mechanischen und Quarzuhren steht nun nichts mehr im Wege. Die Leitung der Chronometerprüfstelle unterliegt Dr. Ing. Olaf Kühn vom LMET. Sämtliche Manufakturen können ihre Uhren nun in Glashütte prüfen und amtlich bestätigen lassen.

1. September 2006
Die 2001 in Hamburg entstandene Ausbildungswerkstatt mit nun 7 Ausbildungsplätzen zieht vom Dittersdorfer Weg in die Altenberger Straße. 2007 werden es 12 Ausbildungsplätze sein.

September 2006
Die beiden neuen Uhrenlinien, die WEMPE CHRONOMETERWERKE Glashütte i/SA und die WEMPE ZEITMEISTER Glashütte i/SA, werden der Fachwelt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Glashütte wird zum deutschen Zentrum einer über 100-jährigen
Chronometertradition.

Zwei mal im Monat haben Besucher die Gelegenheit, den Sternenhimmel zu beobachten. Weitere Informationen gibt Jörg Klein unter der Telefonnummer 035 053-3 25 47.