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Kurz: MB&F LM101BASELWORLD 2016 Preview: Legacy Machine 101 von MB&F

Für eine klassische 40-mm-Armbanduhr deckt die Legacy Machine 101 (LM101) ein ziemlich weites Feld ab. Genauer: einen ziemlich langen Zeitraum. Zwischen Idee und Ausführung liegen über 100 Jahre!

In der Legacy Machine 101 wird das, was eine Armbanduhr im Wesentlichen ausmacht, signifikant ins Zentrum gerückt: die Unruh als regulierendes Organ für die präzise Zeitmessung; die Angabe, wie viel Energie noch im Federhaus steckt und wann dieses wieder aufgezogen werden muss; und natürlich die Zeit an sich.

Die LM101

Eine zusätzliche Besonderheit der LM101 ist nicht mit dem Auge zu erkennen: Sie birgt das erste von MB&F vollständig „inhouse“ entwickelte Werk.

Dominiert wird der Anblick der LM101 durch die Präsenz der über allem schwingenden Unruh mit ihren langsamen Bewegungen, die das Auge magisch anzieht. Zwei rein weiße Hilfszifferblätter schweben über dem Strahlendekor der oberen Werkplatte: oben rechts die perfekt ablesbare Stunden- und Minutenanzeige, deren wunderschöne Zeiger aus blauem Gold sich eindrucksvoll abheben vom makellosen Weiß des Blattes, darunter die 45-Stunden-Gangreserveanzeige auf einem ähnlichen, etwas kleineren Zifferblatt.

Scheinbar magisch scheint das beidseitig entspiegelte Saphirglas über allem unsichtbar zu werden, als ließe sich die eindrucksvolle Unruh unter ihrem eleganten Doppelbogen fassen. Der Bogen wird aus einem einzigen Metallblock geschnitten und über fünf Stunden lang von Hand poliert, bis er seinen Spiegelglanz erhält.

Dreht man die Legacy Machine 101 um, zeigt der Sichtboden – er ist gewölbt, um die Höhe des Mittelteils verringern zu können, damit die gesamte Uhr flacher erscheint – das exquisit von Hand finissierte Werk. Fein geschwungene Platinen und Brücken erweisen dem Stil edler historischer Taschenuhren ihre Reverenz und belegen den Respekt vor der großen Tradition des Uhrenhandwerks.

Mit seiner Schönheit, dem Genfer Wellenschliff, den handpolierten Fasen, den Goldchatons und versenkten gebläuten Schrauben betont das Werk der LM101 seine Nähe zur Uhrmacherei vergangener Zeiten, doch es läutet auch eine neue Epoche ein: als erstes Kaliber, das bei MB&F komplett „inhouse“ entworfen und entwickelt wurde.

Der preisgekrönte unabhängige Uhrmacher Kari Voutilainen war für das feine Finissierungsdesign und für die Treue zur Tradition verantwortlich, doch Architektur und Konstruktion sind zu 100 % MB&F.

Die Legacy Machine 101 wurde zunächst in 18-Karat-Rotgold beziehungsweise -Weißgold angeboten. Anschließend erschienen zwei limitierte „Frost“-Editionen mit bereifter Oberflächenveredelung. Nun ist die Uhr ebenfalls in einer auf 33 Exemplare limitierten Edition in 950er-Platin erhältlich, die mit ihrem blauen Antlitz unverkennbar ist.

Legacy Machine 101 im Detail

Maschine: Auf den ersten Blick ähnelt das Werk der Legacy Machine 101 dem der Legacy Machine N°1, doch bei genauerer Betrachtung zeigt sich hier nicht einfach eine verkleinerte Version der LM1, sondern ein neues Kaliber, das vollständig von MB&F entworfen und entwickelt wurde.

Unruhreif und Spirale sind das Herz eines jeden mechanischen Uhrwerks, ihre isochronen (also in regelmäßigen Intervallen erfolgenden) Schwingungen regeln seine Präzision. Maximilian Büsser war schon lange fasziniert von den großen, langsam schwingenden Unruhen alter Taschenuhren: Ihre Schlagzahl liegt bei nur 2,5 Hz bzw. 18.000 Halbschwingungen/h, während moderne Uhren 4 Hz oder 28.800 Halbschwingungen/h aufweisen. Nicht überraschend also, dass hier der Ausgangspunkt für die Entwicklung lag.

Überraschend ist allerdings die Radikalität, mit der Maximilian Büsser die Tradition neu interpretierte. Er veränderte die sonst eher versteckte Positionierung der Unruh von der Rückseite des Werks und setzte sie vorderseitig sogar über das Zifferblatt.

Die Position der Unruh bei der LM101 mag man für avantgardistisch halten, doch die 14-mm-Unruh selbst ist absolut traditionell, mit eigens für MB&F entwickelten Schrauben, einer Spirale mit Breguet-Endkurve und einem beweglichen Spiralklötzchenträger.

Und wer die Dimension der Unruh in der Legacy Machine N°1 schon eindrucksvoll fand, wird feststellen, dass sie im kleineren Durchmesser der LM101 optisch größer wirkt.

Zifferblatt und Anzeigen: Die schwingende, schwebende Unruh dominiert den Anblick der LM101, während die beiden weißen Zifferblätter für Zeitanzeige (Stunden und Minuten) und Gangreserve durch ihren ästhetischen Reiz und die dank der kontrastreichen blauen Zeiger tadellose Ablesbarkeit beeindrucken.

Die weißen Zifferblätter mit ihren strahlend blauen Goldzeigern schweben direkt über dem Werk und ergänzen so das von der im Raum hängenden Unruh skizzierte dreidimensionale Bild. Die Zifferblätter selbst sind leicht gewölbt, ihre Oberfläche wurde mit einer transluzenten Hochglanztechnik, der so genannten laque tendue, gefertigt. Dabei werden mehrere Lackschichten nacheinander aufgetragen und jeweils erhitzt, wodurch sie sich über die Oberfläche der Zifferblätter ausbreiten.

Um die ästhetische Reinheit der Zifferblätter zu erhalten, wurde statt optisch störender Schrauben eine besondere Technik der Befestigung von unten verwendet. Ein feiner Goldrand, um jedes der beiden Zifferblätter unterstreicht das klassisch-zeitlose Erscheinungsbild.

Feine Finissierungen und traditionelle Uhrmacherkunst: Das Werk wurde komplett von und bei MB&F entwickelt, für die historische Genauigkeit der Brückenarchitektur und die feine Finissierung zeichnet der preisgekrönte Uhrmacher Kari Voutilainen verantwortlich.

Ein fein graviertes Strahlenmuster oben auf der Werkplatte (zifferblattseitig) springt aus bestimmten Betrachtungswinkeln gesehen ins Auge, ohne aber die Aufmerksamkeit von den weißen Zifferblättern der Zeit- und Gangreserveanzeige oder von der schwebenden Unruh abzulenken.

Stil und Finissierung der durch den Gehäuseboden sichtbaren Brücken und Platten gaben Voutilainen Gelegenheit, auf anspruchsvollste Weise seine Treue zur klassischen Uhrmacherei zu zeigen: in der Form der elegant geschwungenen Brücken ebenso wie durch die traditionell großen Abstände zwischen den Brücken selbst sowie zwischen ihnen und dem Gehäuse.

Überdimensionierte Rubine, die in hochglanzpolierte, versenkte Goldchatons gefasst sind, bilden auf der Rückseite einen optischen Kontrast zum Genfer Wellenschliff der Brücken. Die Rubinlager verweisen nicht nur optisch auf hochwertige klassische Taschenuhrwerke, sie haben auch einen praktischen Nutzen: Sie verringern den Verschleiß, weil sie mehr Öl halten und größer dimensionierte Triebe zulassen.

Inspiration und Umsetzung: Die Idee für die Legacy Machines von MB&F entstand, als Maximilian Büsser seine Fantasie spielen ließ und dachte: „Was wäre eigentlich passiert, wenn ich 1867 geboren wäre und nicht 1967? Im frühen 20. Jahrhundert tauchten die ersten Armbanduhren auf, und ich hätte den Wunsch verspürt, dreidimensionale Zeitmessmaschinen fürs Handgelenk zu bauen, aber ich hätte keine Science-Fiction-Figuren oder Kampfjets als Inspiration gehabt. Ich wäre eben von den Taschenuhren dieser Zeit beeinflusst worden, vom Eiffelturm und Jules Verne. Wie hätte meine Maschine zu Beginn des 20. Jahrhunderts dann ausgesehen? Rund wäre sie gewesen (Tradition) und dreidimensional (weil MB&F-Maschinen). Die Legacy Machines sind die Antwort.“

Schon lange pflegt Maximilian Büsser seine Liebe zu Taschenuhren des 18. und 19. Jahrhunderts. Schließlich wurden alle maßgeblichen Komplikationen der feinen Uhrmacherei von heute in dieser Zeit erfunden. Und sie wurden nur mit Stift und Papier entwickelt, nicht etwa mithilfe moderner Computerprogramme. Einzelteile wurden mit extremer Präzision auf im Vergleich zu heute geradezu simplen Maschinen – elektrischen Strom gab es nicht – gefertigt, verziert, zusammengebaut und eingeregelt. Und alles mit einer Qualität und Präzision, die für uns noch heute ein erstrebenswertes Ziel ist. Das im Verhältnis zu aktuellen Armbanduhren großzügigere Format erlaubte eine aufgeräumte Uhrwerksarchitektur mit wundervoll gestalteten Platinen und Brücken.

Weil auch die futuristischen Zeitmessmaschinen von MB&F ihre Grundlagen im Besten haben, was die Uhrentradition zu bieten hat, wollte Maximilian Büsser die alten Meister ehren, indem er sich vorstellte, welche Art Uhr er gebaut hätte, wäre er 100 Jahre früher geboren worden. Das Ergebnis sind die Legacy Machines mit ihrer langsam schwingenden, großen Unruh, ihren gewölbten Zifferblättern, einem historischen Brückendesign und einem klassischen feinen Finish – eine sehr zeitgenössische, dabei aber ausgesprochen traditionelle Umsetzung dieser Traumfantasie.

Die Legacy Machine N°1 (LM1) war das Auftaktmodell der Legacy Collection; es folgten die Modelle Legacy Machine N° 2 und Legacy Machine Perpetual. Mit einem auf 40 mm verkleinerten Gehäuse setzt die LM101 im Vergleich zu den Vorgängermodellen mit einem Gehäusedurchmesser von 44 mm nun noch mehr auf Tradition.