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Messebetreiber MCH unter DruckSwatch Group verlässt die Baselworld

„Heute ist jedoch alles transparenter, schnelllebiger und spontaner geworden. Die traditionellen, jährlichen Uhrenmessen sind darum für uns nicht mehr sinnvoll“ verkündigt Nick Hayek im Interview mit der «NZZ am Sonntag». Ab 2019 werde man deshalb nicht mehr an der Baselworld präsent sein, so der Konzernchef des weltweit größten Uhrenkonzerns Swatch Group mit Marken wie Breguet, Certina, Longines, Omega und Tissot.

Die Swatch Group war mit fast allen 18 Marken und einem Messebudget von über 50 Millionen Schweizer Franken der bisher größte Aussteller. Allerdings fehlten schon im Jahr 2016 im Vergleich zu 2017 mehr als 600 Aussteller. Die Movado-Gruppe sowie Marken wie Girard-Perregaux, Hermès und Ulysse Nardin konnte die Baselworld schon lange nicht mehr überzeugen. Sie wechselten zum Genfer Salon International de la Haute Horlogerie SIHH, der in den letzten Jahren stetig gewachsen ist und dieses Jahr mit einem Besucherrekord beendet wurde. Das Klagen der Aussteller, aber auch der Pressevertreter wurde von der Messeleitung lange verdrängt und nicht wahrgenommen. Hohe Standmieten, der teure und aus Sicht vieler Aussteller unnötige Neubau in Basel und das selbstherrliche Verhalten der Messeleitung unter Baselworld-Chefin Sylvie Ritter sorgten für nachhaltige Missstimmung. Kritiker forderten seit langem neue Ansätze bei der Organisation und der Durchführung der Basler Messe. Auch für die Messegesellschaft steht viel auf dem Spiel.

Bereits 2017 hatte der Bedeutungsverlust der Baselworld der Messebetreiberin das erste Mal in ihrer Geschichte rote Zahlen beschert. Über 100 Millionen Schweizer Franken mussten auf die Messegebäude abschrieben werden.

Bitter für die Gesellschaft, die sich zur Hälfte im Besitz der drei Kantone Basel-Stadt, Basel-Land und Zürich befindet Fazit: Der Absprung der Swatch Group ist jetzt die rote Karte für die Baselworld und vor allem die Messeleitung und möglichweise der Anfang vom Ende.