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Nicht überall ist der Kunde König valdis torms

Klartext Winter

Emotionen schlagen Intellekt 1:0

Wer kennt nicht dieses Gefühl:  Mensch, diese Uhr, das ist es! Die will ich haben (koste es was es wolle). Wer so an ein Uhrenkauf herangeht, nähert sich juristischen Grenzbereichen nicht von unten (wie tunlichst zu empfehlen) sondern bedauerlicherweise von oben. Um der Wahrheit die Ehre zu geben: Auch ich war (und bin) keinesfalls frei von derartigen Gedankengängen, jedoch dank meiner Gattin, welche mich in solchen Fällen berechtigterweise zur Ordnung ruft, in der Lage, Emotionen auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren.

Kann man dies nicht, drohen schmerzhafte Erfahrungen deshalb einige Tipps:

  • Wird etwas im Internet angepriesen, besteht meist die Möglichkeit, sich über den Verkäufer kundig zu machen.  
  • Fehlen aussagekräftige Bilder oder eine vernünftige Beschreibung gilt: Finger weg!
  • Wird in Beschreibungen mit Attributen wie ein "einzigartig" besonders" oder ähnlichem geworben, gilt ebenfalls: äußerste Vorsicht
  • Ist der Verkäufer nicht in der Lage, auf Wunsch weitere Bilder der Uhr zu übersenden oder eine ausführliche Beschreibung zu geben gilt wiederum: Finger weg!
  • So ich im Internet eine gebrauchte Uhr erwerbe, lasse ich mir selbstverständlich die Papiere vorher übermitteln und halte notfalls eine kurze Rücksprache mit dem Konzessionär oder Hersteller- man glaubt nicht, was hierbei schon alles zu Tage trat (und Stoff für weitere Kolumnen liefert)
  • Ist der Verkäufer nicht mit der Einschaltung eines Treuhänders oder eines sicheren Bezahl- Service einverstanden, gilt ebenfalls: Finger weg!
  • Wird ein Händler von einer Plattform als besonders vertrauenswürdig ausgezeichnet, sollte man hinterfragen, warum dies geschieht- möglicherweise fließen in eine solche Bewertung Eigenschaften ein, die man als Kunde weder nachprüfen kann, noch als Vorteil empfindet.
  • Bevor man im Internet mehrere 1.000 Euro für seine Wunschuhr ausgibt, sollte man bei einem Händler zwingend auch dessen Allgemeine Geschäftsbedingungen lesen - man findet hier manchmal höchst Erstaunliches

So es tatsächlich zum Streit kommt, ist derjenige im Vorteil, der über eine private Rechtsschutzversicherung verfügt - diese übernimmt, so man in die Uhr als sogenannter "Verbraucher" gekauft hat, zumindest Anwalts und Gerichtskosten - Enttäuschung und Ärger bleiben.

Dass es Ihnen niemals so ergeht, wünscht Ihnen

Ihr Michael Winter